Spionage-Software ignoriert Virenschutz

Nach den aktuellen Zahlen einer Studie des Virenschutzunternehmens Panda Security verfügten 35 Prozent aller infizierten Rechner über eine installierte Antivirensoftware. Im Rahmen der Studie wurden 67 Millionen Computersysteme mit einem Online-Virenscanner auf eine mögliche Infizierung durch Malware überprüft. Rund 1,1 Prozent aller Rechner wurden mit Malware verseucht, die auf Identitätsdiebstahl ausgerichtet ist. Im Jahr 2008 spielte bei den weltweiten Computer-Infizierungen der Datendiebstahl eine zentrale Rolle. Die Zahl der virtuellen Störenfriede, die sensible persönliche Daten stehlen wollen, nimmt stark zu. Die steigende Nutzung sozialer Netzwerke, von Onlinebanking und Onlineshopping verstärken die Möglichkeiten für Betrüger an persönliche Daten zu gelangen.

Die Sicherheitsexperten stellten im zweiten Halbjahr eine Verachtfachung solcher Angriffe gegenüber den ersten sechs Monaten des Jahres 2008 fest. Basierend auf den letzten 14 Monaten wird mit einem Anstieg von 300 Prozent in diesem Jahr gerechnet. Wer sich vor einem Datendiebstahl schützen möchte, der sollte eine Virenschutzsoftware installieren, bei der die Malware-Erkennung anhand des Verhaltens erfolgt. Denn klassische Verfahren sind wegen der steigenden Komplexität der digitalen Störenfriede nicht mehr ausreichend.

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Abgelegt in: Aktuelles März 2009

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