Stromnetze durch Hacker in Gefahr

Nach einer aktuellen Studie des IT-Sicherheitsunternehmens IOActive sind die Stromnetze durch so genannte SmartGrids anfällig für Hacker-Angriffe. Bei einem SmartGrid handelt es sich um einen Minicomputer, der in ein Stromnetz integriert wird und dazu eingesetzt werden kann Strom zu sparen. Die Kunden und Energiekonzerne können dadurch ihren Stromverbrauch besser kontrollieren. Im Rahmen ihrer Untersuchung fanden die Sicherheitsexperten heraus, dass die verbauten Computer eine Gefahr darstellen und leicht von Hackern angegriffen werden können. Das Unternehmen wird den kritischen Bericht allerdings nicht veröffentlichen, sondern nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich machen.
Ein Großteil der Geräte werden schon eingesetzt und sind somit für Hacker angreifbar. Die Wissenschaftler haben einen Wurm programmiert, der in der Lage war sich innerhalb kurzer Zeit von einem SmartGrid zum nächsten zu verbreiten. Einem Hacker könnte es mit dem Code gelingen das Stromnetz gezielt auszuschalten.

Zur Abschaltung sei nur eine Ausrüstung im Wert von 500 Euro und etwas Grundlagenwissen erforderlich. Im vergangenen Jahr ist es laut dem US-Geheimdienst CIA einigen Hackern gelungen sich in örtliche Stromnetze einzuhacken, dies verursachte Stromausfälle. Das milliardenschwere Konjunkturpaket der US-Regierung fördert die Verbreitung der Minicomputer. Aufgrund der beunruhigenden Studienergebnisse empfehlen die Sicherheitsexperten den Herstellern ihre SmartGrids eingehend zu testen bevor sie in größeren Stückzahlen auf den Markt gebracht werden.

Bookmarks

Abgelegt in: Aktuelles März 2009

Hinterlasse eine Nachricht